Immer mehr Familien suchen Beratung bei FIPS

Günzburg (pm). Wie wichtig die Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien mit Kindern sind, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist, zeigt einmal mehr der aktuelle Jahresbericht von „FIPS“: Allein im Jahr 2009 waren 53 Familien mit der Einrichtung am Bezirkskrankenhaus Günzburg in Kontakt – mehr als in den vergangenen Jahren -, in diesen Familien leben 107 Kinder.
„Ungefähr die Hälfte der Familien hatte bereits früher schon Kontakt aufgenommen – dies zeigt auch, dass der Bedarf an den von uns angebotenen Leistungen oftmals längerfristig ist“, betont Familientherapeutin Susanne Kilian. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, „vor allem bei chronischen Krankheitsverläufen sind die Probleme in den Familien und um sie herum oftmals vielfältig“, so Kilian. „FIPS“, kurz für „Beratung für Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil“, steht den Familien für Beratungsgespräche und Therapiesitzungen zur Verfügung. In 40 Familien wurden jedoch auch Hausbesuche durchgeführt, oftmals begleitet Susanne Kilian die Betroffenen auch zu Institutionen, wie beispielsweise zum Jugendamt oder in die Schule.
„Hausbesuche sind ein unverzichtbares Instrument unserer Arbeit“, erläutert die Familientherapeutin, „die Kontaktaufnahme zu den Kindern oder anderen Familienmitgliedern ist hier oft einfacher als im klinischen Umfeld“. Außerdem könne man so einen vertieften Eindruck von der häuslichen Situation gewinnen und den Unterstützungsbedarf besser abschätzen. „Durch das aufsuchende Angebot erreichen wir zudem Familien, die ohne diese Hilfe keine Unterstützung erhalten hätten“. Susanne Kilian nennt das Beispiel einer jungen Mutter mit zwei kleinen Kindern, die an einer schweren Depression erkrankt ist – ihr stehen weder ein Fahrzeug noch eine Kinderbetreuung zur Verfügung. „Sie konnte schlicht und einfach nicht zu uns kommen, unsere häusliche Beratung war für sie jedoch eine wesentliche Entlastung“.
Die Hilfen sollen dazu beitragen, dass psychisch kranke Eltern ihre Erziehungsaufgaben bewältigen können und dass die Kinder in diesen Familien die notwendige Unterstützung erhalten. „FIPS“ kommt zu den Familien über niedergelassene Ärzte, Ämter und das Bezirkskrankenhaus in Kontakt, die Familien können sich aber auch direkt an „FIPS“ unter folgende Kontaktadresse wenden: „FIPS“, Bezirkskrankenhaus Günzburg, Ludwig- Heilmeyer-Straße 2, 89312 Günzburg, Telefon (0 82 21)96-28 74, E-Mail: Susanne.Kilian(at)bkh-guenzburg.de

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