Soviel Patienten wie nie zuvor – Jahresbericht der Günzburger Neurologie für 2009 liegt vor

Günzburg (pm). „Im vergangenen Jahr wurde uns eindrücklich vor Augen geführt, wie wenig planbar ein Krankenhaus ist“. Dies betont Professor Bernhard Widder in seinem Vorwort zum Jahresbericht 2009 der Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation am Bezirkskrankenhaus Günzburg. Denn nach einer eher schleppenden Belegung in den ersten Monaten sei die Klinik im zweiten Halbjahr buchstäblich aus allen Nähten geplatzt.
Letztendlich wurden an der Günzburger Neurologie dann 2009 14 Prozent mehr Patienten versorgt als im Jahr zuvor. „Das erforderte eine hohe Einsatzbereitschaft und Flexibilität aller Mitarbeiter“, so der Ärztliche Direktor der Klinik. Mit insgesamt 1.993 Patienten, die im Akut- und Rehabilitationsbereich stationär versorgt wurden, hat sich die Zahl der Patienten seit 1999 um 54 Prozent gesteigert. Mit einem Durchschnittsalter von 62,1 Jahren liegt dieses um rund sieben Jahre höher als noch vor zehn Jahren. „Dies entspricht dem allgemeinen Trend, jüngere Patienten mit leichteren Krankheiten vorwiegend ambulant zu behandeln“, betont Professor Widder.
Erfreuliches gab es 2009 auch von Seiten der technischen Möglichkeiten in der Klinik zu berichten. Die Sektion Neuroradiologie der Universität Ulm, die seit 2008 die radiologische Versorgung der Günzburger Neurologie übernommen hat, konnte erheblich aufgerüstet werden. Mit einem neuen Computertomographen und einem hochmodernen Angiographie-Gerät können insbesondere Schlaganfallpatienten jetzt wesentlich besser diagnostiziert und interventionell behandelt werden.
Auch seitens der Stroke-Unit der Klinik gab es positive Nachrichten: „Im Rahmen der Re-Zertifizierung durch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft wurde der hohe Standard unseres überregionalen Schlaganfallzentrums erneut bestätigt“, erläutert der Chefarzt. Darüber hinaus habe man in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm neue technische Möglichkeiten erproben können, um die Partnerkliniken im Allgäu und Donau-Ries teleneurologisch flexibler betreuen zu können.
Info: Wer Interesse hat, die Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation selbst zu besichtigen, hat dazu beim Tag der offenen Tür Gelegenheit. Am Sonntag, 2. Mai, wird es allen Interessierten möglich gemacht, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und sich umfassend über neurologische Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Der „Tag der offenen Tür“ findet zeitgleich zum „Tag des Schlaganfalls“ statt – auch dazu gibt es Vorträge und die Möglichkeit, das eigene Schlaganfallrisiko zu testen.
Beginn der Veranstaltung ist um 13.00 Uhr in der Neurologischen Klinik, Haus 21, am Bezirkskrankenhaus Günzburg, Ludwig-Heilmeyer-Strasse 2. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es im Internet unter www.bkh-guenzburg.de

Birgit Böllinger
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