Theatergruppe der Forensik spielt Kriminalkomödie

Die Theatergruppe der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirkskrankenhaus (BKH) Kaufbeuren bringt das Stück „Sein letzter Fall“ auf die Bühne. Dabei handelt es sich um eine Kriminalkomödie, die selbst erarbeitet wurde. Sie wird am Donnerstag, 29. August, um 18 Uhr im Festsaal des BKH öffentlich aufgeführt. Die Eintrittsgelder, welche auf Spendenbasis erfolgen, werden auf Wunsch der Patienten an die Elterninitiative krebskranker Kinder Augsburg „Lichtblick e.V.“ gehen. Am Nachmittag ab 13 Uhr spielt die Theatergruppe bereits für Patienten und Mitarbeiter der Klinik. 

Die Gruppe hat sich den Namen „Oha“ gegeben. „Oha“ steht für „originell, humorvoll, anders“. Das Ensemble hat sich vor etwas mehr als zehn Jahren im Rahmen der Ergotherapie  gegründet. Grundidee war, Vorurteilen, mit denen sich psychiatrische und forensische Patienten oft konfrontiert sehen, entgegen zu wirken. Das Motto der Theatergruppe ist: Patienten und Therapeuten arbeiten zusammen. Man kann den Laienspielern nicht ansehen, wer Patient ist und wer Therapeut.

„Wir sind nicht nur kriminell und süchtig, wir sind mehr: Wir sind Menschen mit Herz und Verstand, die in der Vergangenheit Fehler gemacht haben, für die wir verurteilt wurden. Wir sind dabei, die Strafe aktiv abzuleisten und an uns zu arbeiten. Wir sehen uns sehr wohl als verantwortungsvoller Teil der Gesellschaft“, stellen die forensischen Patienten fest. Aus diesem Grund haben sie beschlossen, sämtliche eingespielte Spenden dem Verein „Lichtblicke e.V.“ zukommen zu lassen.